DIE HÖRLOUNGE
seit 2017 im Vringsveedel

Das Ohr wird in drei Bereichen unterteilt. In jedem Bereich kann ein Grund für eine Hörminderung vorliegen.
Allgemein benennen wir die Ohrmuschel als das Ohr. Jedoch funktioniert diese als Trichter und sorgt so für ein Richtungshören.
Der äußere Gehörgang leitet den aufgenommenen Schall zum Trommelfell. Sollte hier zum Beispiel ein Verschluss entstehen, kann der Schall nicht weiter zum Trommelfell gelangen. Genauso gibt es im Mittelohr die Möglichkeit, dass der Schall nicht richtig weitergeleitet wird.
Die Altersschwerhörigkeit oder eine Lärmschwerhörigkeit entsteht im Innenohr. Über einen längeren Zeitraum sterben dort die Haarsinneszellen ab. Durch die abgestorbenen Sinneszellen kann der Reiz nicht durch die Nerven weitergeleitet werden. Sobald das Hörzentrum im Gehirn keine Reize mehr empfängt, wird der Prozess der akustischen Wahrnehmung und des Verstehens leiden.
Auch auf den Nervenbahnen werden schon Signale gefiltert. Die ausbleibenden Signale führen zusätzlich zu einer Verschlechterung der Reizweiterleitung.
Durch die fehlende Wahrnehmung entwöhnt man sich der Geräusche/Signale, die um einen herum sind. Bleiben die Wahrnehmungen aus, kann auch das Gesprochene nicht mehr verstanden werden. Das Hörzentrum schläft durch die ausbleibenden Reize ein. Wenn zu lange die Reize ausbleiben, verliert der Mensch die Möglichkeit, selbst seine Muttersprache zu verstehen.

Je länger die Einschränkungen vorliegen, desto größer ist die Schädigung und desto schwerer gewöhnt sich der schwerhörige Mensch an ein Hörgerät.

Grundsätzlich wird jedes Ohr, welches beeinträchtigt ist, mit einer Hörhilfe versorgt.

Sehen Sie deshalb einer ärztlichen Verordnung, die Ihnen ermöglicht für beide Ohren eine Hörhilfe zu erhalten, nicht als Bestrafung an.

Mit einer CROS-Versorgung können wir aber auch eine Hilfe anbieten. Mit "einem Hörgerät" wird der Schall auf dem stark geschädigten Ohr aufgenommen und auf dem besseren Ohr durch ein "weiteres Hörgerät" wiedergegeben. Der Träger ist so in der Lage, auch von der schlechten Seite wieder angesprochen zu werden. Das natürliche/echte Richtungshören kann aber leider nicht komplett wiederhergestellt werden.
Durchaus kann bei einem ertaubten Gehör ein Implantat eine Hilfe darstellen und das Richtungshören wieder verbessern/herstellen.